Einsamkeit im Alter
Nachdem das GUD auf unsere Analyse des Bedarfs beim 1. Bericht 2019 nicht eingegangen war, griffen wir anfangs 2022 das Thema Einsamkeit im Alter auf.
Anhand von Interviews mit einschlägigen Dienstleistern (Kirche, Spitex etc.) fanden wir heraus, dass es tatsächlich eine Zielgruppe gab, die nicht nur Probleme mit der Erreichbarkeit der Angebote sondern auch mit der Teilhabe am öffentlichen Leben hatte. Mit anderen Worten, Einsamkeit war zwar keine Krankheit aber teils aufgrund der Strukturen teils aufgrund der persönlichen Situation bzw. des Charakters eine Realität.
Wie kommt man an die Einsamen Menschen heran, war unsere nächste Frage. Sämtliche Interviews bestätigten die Tatsache, dass die Anbieter vom Problem wussten und oft die Einsamen kannten. Es gehörte jedoch nicht zu deren Aufgabe, der Einsamkeit gezielt etwas entgegen zu setzen. Alle waren aber bereit, unter gewissen Voraussetzungen, die Namen der Betroffenen preiszugeben:
a) die Person war damit einverstanden
b) sofern die Information nur an Fachleute ging, die dem Amtsgeheimnis unterstellt sind.
Daraus folgerten wir, dass die Einrichtung einer Quartierassistenz auch hier notwendig sei.
Der Bericht enthielt also die gleiche Forderung wie vorher. Er wurde dann den Medien und den Gemeinderät:innen zugestellt. Prompt wurden wir von 2 GR (AL, SP) zu einem Gespräch eingeladen, um das weitere Vorgehen zu diskutieren. Wir kamen überein, dass sie mit StR Hauri sprechen sollten. Danach wurde ein Vorstoss in der Budgetdebatte des GR formuliert und dank Unterstützung von den Grünen angenommen. Er beinhaltete Folgendes: 50'000.- sollen dazu dienen, mit externer Hilfe ein Konzept für eine Quartierassistenz zu entwickeln.
Die Verhandlungen über das Wie und Was sind für den 1. Februar Mit dem GUD angesetzt. Das Panel schlägt vor, die Projektleitung z.B. der Fachhochschule Bern zu erteilen (sie sind schon evaluativ mit einem ähnlichen Modell in Basel beschäftigt), während das Panel sich an einem Echoraum beteiligt; sollten Mitglieder des Panels operativ in die Erarbeitung des Konzepts mit einbezogen werden, so soll diese Leistung entschädigt werden.